#Mein Gründertraum

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#Mein Gründertraum

Die Idee, das es auch anders gehen muss.

Ein eigenes Unternehmen zu gründen ist für viele ein Traum. Für den einen geht es darum, aus dem Hamsterrad auszubrechen, sich von Perspektivlosigkeit oder dem Gefühlzu befreien, dass die Anwesenszeit im Büro mehr Beachtung findet als die Leistung. Es geht für viele darum, selbstbestimmter zu arbeiten, unternehmerische Fähigkeiten zu erproben, geografisch ungebunden zu sein oder sich die Zeit freier einteilen zu können. Fast immer geht es bei dem Schritt in die Selbstständigkeit um die Suche nach Selbstverwirklichung.

Was würdest du gründen, wenn keinerlei Hindernisse in deinem Weg stünden? Was hält dich von der Gründung ab und was brauchst du, um deinem Traum näher zu kommen? Und warum willst du dich überhaupt selbstständig machen?

Das sind die Leitfragen der Blogparade #meingruendertraum, die die Gründerplattform lanciert hat. Was mich zum Mitmachen veranlasst hat, ist vor allem die letzte Frage, die die TeilnehmerInnen beantworten sollen:

Hilft es zu träumen oder verstellt das den Blick auf die geschäftliche Realität? 

Eines verrate ich vorab: Für mich gibt es das eine nicht ohne das andere und meine Antwort hat etwas mit Walt Disney zu tun :)

Frage 1: Was ist dein Gründungstraum, also welches Unternehmen würdest du gründen, wenn nichts dich hindern würde?

Wir haben Ich will ein Pony gegründet, um anderen Eltern und ihren Kindern ein Stückchen Glück zu schenken. Dem eigenen Kind eines Tages eine Sammlung an Glücksmomenten zu erreichen, die man mit ihm erlebt und dokumentiert hat, gehört für mich zu den wertvollsten Geschenken, die ich mir vorstellen kann.

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Erinnerungen gehen schnell verloren. Sie verlieren sich als Fetzen aus Gerüchen, Geräuschen und Gefühlen in Zeit und Raum. Wann hat das eigene Kind angefangen, Fahrrad fahren zu lernen? Was hat es immer als erstes gemacht, wenn es nach dem Mittagsschlaf aufgewacht ist? Hat es im Kindersitz bei den Fahrradtouren auch so viel gebrabbelt wie ich damals? Wenn Eltern Großeltern werden, kommen manche Erinnerungen wieder, die sie an ihre Kinder, die frischgebackenen Eltern, weitergeben können. Vieles ist verloren, weil der Trigger niemals kommt, d.h. das Erlebnis, das einen Rückblick auslöst und im traurigen Fall gibt es die Person nicht mehr, die von ihren Erinnerungen erzählen könnte. „Ich will ein Pony“ ist ein lebendiges Tagebuch für die vielen kleinen Glücksmomente, die unsere Kinder uns schenken und von denen wir ihnen eines Tages erzählen möchten.

Die Gründung von Ich will ein Pony macht uns glücklich. Wenn nichts uns hindern würde, keine Ausgabenbeschränkungen, keine Ländergrenzen und keine schlaflosen Babynächte, die unseren Zeitplan durcheinander werfen, würden wir Eltern in vielen Ländern der Welt mit unserem Produkt ansprechen wollen.

Frage 2: Was konkret hielt dich davon ab, es zu tun?

Bis zur Gewerbeanmeldung hielt mich vieles davon ab, mich selbstständig zu machen. Es war so vieles, dass es zu einem großen Klumpen Unsicherheit verschmolzen blieb, bis ich mich daran gemacht habe, alles auseinander zu nehmen und zu hinterfragen.

  1. Die innere Erlaubnis, den eigenen Träumen zu folgen.
  2. Der Trotz, in einem Land der Angestellten den anderen Weg zu gehen.
  3. Die Taubheit, unberechtigten Zweifeln keinen Glauben zu schenken.
  4. Die Blindheit, die Betriebsrenten auf Lohnabrechnungen nicht zu sehen, und das als Teil der Generation, die die vielen baldigen Rentner finanzieren soll.
  5. Ein mitreißendes, Vertrauen schenkendes Umfeld.

Your life does not get better by chance, but by change.

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Your life does not get better by chance, but by change.

Frage 3: Was würde dir helfen, deinen Traum zu verwirklichen?

Eine Klima, in dem Gründen als etwas angesehen wird, das selbstverständlich, ausprobierenswert und bereichernd ist, unabhängig vom Erfolg. In Deutschland gibt es eine dynamische, aber kleine Gründerszene. Doch selbst, wenn man dort hineinwächst, bleiben die Zweifel des Umfelds, mit denen man als Gründer immer wieder konfrontiert wird. Der Spruch von „selbst und ständig“ habe ich sowohl von Gleichaltrigen als auch von meiner Elterngeneration gehört, für die hart arbeiten eine Tugend bleibt. Doch hart arbeiten muss sich nicht anfühlen wie arbeiten. Wer gründet, um eine eigene Idee umzusetzen, dem ist das „ständig“ erstmal egal, weil er darauf brennt, so oft wie möglich die eigenen Ideen weiterzuentwickeln. Und auf das „selbst“ sollte man stolz sein.

Frage 4: Warum träumst du vom eigenen Unternehmen? Hast du eine Geschäftsidee oder willst du einfach selbstständig sein?

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Beides! Den Wunsch, meiner Kreativität und meinem eigenen Rhythmus zu folgen hege ich seit dem Studium, wo ich die freie Zeiteinteilung sehr genossen habe. Wie die Selbstständigkeit aussehen sollte, war nicht von Anfang an klar.

„Ich will ein Pony“ ist eine Geschäftsidee, die langsam gewachsen ist. Ursprünglich haben wir das Online-Babytagebuch für uns selbst konzeptioniert. Erst als wir feststellten, wie viel Begeisterung es nicht nur bei uns, sondern auch anderen auslöst, wurde klar, dass dies zu unserer ersten Gründung führen wird.

Frage 5: Hilft es, zu träumen oder verstellt es den Blick für die (geschäftliche) Realität?

Träumen zählt zu den wichtigsten und gleichzeitig großartigsten Inspirations- und Energiequellen, die ich besitze. Business und Träume bilden keine Antipoden. Wer seine Geschäftsidee nicht groß träumt, wird meiner Meinung niemals in erfolgreichem Stil eine Idee umsetzen.

Ein Beispiel für einen äußerst erfolgreichen Geschäftsmann, der aus seinen Träumen hat, ist Walt Disney. Disney hat sich seiner Kreativität so lange hingegeben, bis er seine Abenteuerparks in allen Details vor sich sah. Dann hat er sich überlegt, was er zur Umsetzung braucht, und diese mit Investoren, Baufirmen und relevanten Akteuren geplant. Als das Finanzmodell für seinen Traum stand, hat er losgelegt.

Das Ergebnis kennen wir alle :)


Am 7. Juni 2018 wurden die Gewinner der Blogparade ausgewählt. Danke an die Gründerplattform für den Buchpreis „Das Richtige gründen: Werkzeugkasten für Unternehmer“ von Patrick Stähler!

Verfasst von: Imme
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Imme ist Gründerin von Ich will ein Pony.
Schreib ihr an imme@ich-will-ein-pony.de.

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