Was kommt ins Babytagebuch?

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Was kommt ins Babytagebuch?

Suchst du Ideen für dein Babyalbum? Was gehört unbedingt in ein Babytagebuch hinein, damit du keinen wichtigen Meilenstein vergisst? So schwierig dir diese Frage erscheinen mag, so gibt es doch jede Menge Tipps, mit denen es ganz einfach für dich werden wird, dein persönliches Babytagebuch zu führen.

Grundsätzlich gilt:

Du solltest in deinem Babytagebuch über alles schreiben, was DU denkst, was dir und deinem Kind später Freude bereiten könnte. Alles, was ihr gerade zusammen erlebt, worüber du dir Sorgen machst oder mit deinem Kind lachst. Verzichte nie darauf, eine Erinnerung festzuhalten, nur, weil sie dir zu banal erscheint. 

Du schenkst deinem Kind mit dem Babyalbum ein Stück Kindheit, an die es sich nicht erinnern können wird. Du dokumentierst deine Liebe. Etwas Schöneres gibt es nicht. Dein Kind wird sich über jede Erinnerung freuen!

Sei die eigene Autorin/der eigene Autor deiner Erinnerung. Schreib in deinem eigenen Style. Lös dich von der starren Chronologie und bilde thematische Reihen, mixe Meilensteine mit lustigen Geschichten und trau dich, dich fotografisch auszuleben, auch, wenn du mit Smartphone fotografierst. Es gibt kein richtig oder falsch. Wenn du dich inspirieren lassen willst, geben wir dir in diesem Artikel jede Menge Ideen.

Schreibe Meilensteine deines Kindes auf

Klassiker

  • Das erste Mal auf den Bauch gedreht
  • Die ersten Schritte
  • Die ersten Laute oder Worte
  • Größe und Gewicht

Oft vergessene Meilensteine

  • Wann wurde der verschlafene Babyblick wach und klar?
  • Wann hat dein Baby das erste Mal etwas festgehalten? Wann gesessen? Wann gekrabbelt?
  • Wie hieß das erste Kuscheltier, das von deinem Kind einen Namen bekam?
  • Gab es Lieblingshelden und Buchfiguren, die dein Kind nachgeahmt oder von denen es erzählt hat?
  • Welche Farben hat dein Kind gerne getragen und mit welchen gerne gemalt?
  • Was denkt dein Kind sich zu den gemalten Dingen aus? (Zum letzten Punkt eine kleine Ankedote: Eine ganze Seite voller gelber Striche. „Das ist Feuer, Mama!“ Zweijähriger ahmt das Feuerspuck-Geräusch des Drachens aus seinem tiptoi-Buch nach. Jetzt weiß ich als Mama: Feuer macht Spaß! Und es ist viel einfacher zu malen, als ich je dachte).
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Schreibe über eure Erlebnisse

Ob Weltreise, Alltag oder Ausflug. In jeder Zeit gibt es Vieles festzuhalten, das dein Leben mit deinem Kind einzigartig macht.

  • Wann habt ihr was gemacht? Wann wart ihr das letzte Mal zusammen schwimmen und wie sind die Besuche bei Oma und Opa?
  • Verbringt ihr die Tage im Sandkasten, formt ihr die ersten Schneebälle oder pflückt ihr Blumen am Wegesrand?
  • Was habt ihr am ersten Geburtstag gemacht und was gab es zum Muttertag?
  • Was ist gerade heute Spannendes, Lustiges oder auch Alltägliches passiert, das du deinem Kind erzählen möchtest?

Halte lustige Kommentare, Situationen und Wortkreationen fest

Kaum etwas ist später so herzerwärmend wie die kindlichen Wortkreationen, die die Eltern damals schon zum Lachen gebracht haben.

  • Bei unserem Ausflug zum Bauernhof bleiben wir vor einer Weide mit weißen Kühen stehen. Unser Zweijähriger stellt fest: “Elefanten”. “Nein, das sind weiße Kühe”, sage ich.
    Unser Kleiner überlegt. Dann ruft er laut: “Töröö!”
  • Auf Twitter sind solche Situationskomiken und Sprüche als *Kindermund *bekannt. Auch wir twittern jede Menge davon, schau doch mal vorbei und lach mit uns!
  • Irgendwann beginnen Kinder sich Wörter auszudenken, auch so etwas ist lustig, festzuhalten.
  • Lange vorher sprechen sie Worte nach, die sie nicht ganz richtig wiedergeben. Bei uns wird noch heute eine “Majakule” bestellt, wenn es Maracujasaft gibt :)

Schreibe über Gedanken an deine eigene Kindheit

Wir schreiben immer über das Hier und Jetzt. Aber wie schön ist es für das eigene Kind, einen Einblick in dein Mama- oder Papa-Leben zu bekommen, als du so alt warst wie dein Kind jetzt? Weil ausgehend von den unten stehenden Anregungen so viele Ideen und Fototipps entstanden sind, gibt es dazu sogar einen eigenen Blogartikel.

  • Was lernt dein kleiner Schatz jetzt schon ganz anders als du, weil er in einer anderen Zeit aufwächst?
  • Welche Werte deiner Eltern möchtest du an dein Kind weitergeben oder auch gerade nicht?
  • Hat deine Mutter für dein Kind ein altes Spielzeug von dir eingepackt, an das du dich nicht mehr aktiv erinnert hättest?
  • Weißt du noch, mit was du als Kind gerne gespielt hast? Warst du gerne im Wald, im Sandkasten oder hast du Höhlen gebaut?
  • Erinnerst du dich, ob du gerne mit deinen Eltern spazieren gegangen, am liebsten mit Autos Stau gespielt oder heimlich auf den Gitarrensaiten gezupft hast?
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Fotos, Fotos, Fotos

Hast du dir schon Gedanken über Fotos gemacht? Ohne Fotos kommt kein Babyalbum aus, egal, ob du ein Scrapbook bastelst (LINK Blogartikel) oder ein online Babytagebuch führst (LINK Blogartikel Welches passt zu mir?). Es wäre ja auch schade um die abertausenden von Fotos, die wir heutzutage so einfach machen können! Welche schönen Fotoideen bieten sich fürs Babyalbum an?

  • Monatsfotos, auf denen du dein Kind wachsen siehst, wirken besonders anschaulich im Vergleich mit einem daneben sitzenden Kuscheltier, neben dem älteren Geschwisterkind oder im Autositz, aus dem das Kind allmählich herauswächst.
  • Variiere deine Fotografien: Mach nicht nur Schnappschüsse beim Spielen. Versuch dich an Portraits, Tiefenschärfe oder schwarz-weiß Fotos und lies dich über die besten Tipps für gelungene Kinderfotografien ein
  • Tausend Ideen entstehen aus der aktuellen Jahreszeit: Bunte Farbwelten im Herbst, Schnee-Engel-Bilder an Weihnachten und Sommerfotos beim Schwimmen am See. Detailfotos, die die Jahreszeit symbolisieren wie ein rotes Herbsblatt lockern die Seiten auf
  • Mach Portraitfotos und schreib darüber, wem dein Kind gerade ähnlich sieht. Das verändert sich ständig! Leg Fotos von dir im selben Alter daneben.
  • Fotografier zum Größenvergleich nicht nur eure Köpfe, sondern legt euch nebeneinander und lasst eure Füße von jemand Viertes von unten fotografieren oder legt die Babyhand in die eurer Großeltern.
  • Emotionale Fotos vom Kuscheln, Arm in Arm einschlafen oder Hand in Hand über die Wiese laufen zählen zu den bewegendsten Arten, das Familienglück zu dokumentieren.
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Notiere die aktuellen Lieblingsdinge deines Kindes

  • Womit spielt dein Kind gerade am meisten? Spielt es schon Rollenspiele, füttert es seine Kuscheltiere, zieht es deine Sachen an oder puzzelt es?
  • Welche Bücher mag es?
  • Wie schläft es in letzter Zeit?
  • Was isst es gerne?
  • Worüber lacht es zur Zeit am meisten? Wird es am liebsten gekitzelt, liebt es deine Grimassen oder lacht es, wenn seine Spielzeugautos einen Unfall bauen?

Welche Phase durchläuft dein Kind gerade?

Je nach Entwicklungsphase scheint dein Kind einen ganz anderen Charakter zu haben. In anstrengenden Phasen hilft das Zurückblättern im Babytagebuch ungemein, denn es zeigt dir: Was ewig anzudauern scheint, war noch vor drei Wochen komplett anders und wird sich sich dementsprechend wieder ändern.

  • Ist dein Kind momentan sehr anhänglich und ruft dich in der Nacht?
  • Erscheint es dir unsäglich und fällt dir durch Wutanfälle auf?
  • Möchte es den ganzen Tag gekitzelt werden und ist vor Energie nicht zu bändigen?
  • Ist es so gut gelaunt, so dass Sonnenschein die passende Beschreibung ist?

Schreib über Entwicklungen, die du beobachtest

  • Was hat dein Kind diesen Monat neu gelernt?
  • Wie verändert sich das Spielen deines Kindes? Wird es kreativer, wilder, ruhiger? Spricht es beim Spielen mehr?
  • Wenn du ein digitales Babyalbum nutzt und dementsprechend viel Platz für Storys hast, schreib am besten jeden Monat etwas zu diesen Fragen auf. So beobachtest du, wie dein Kind sich entwickelt. Du wirst stauen: Oft genug wird es dir vorkommen, als könnte dein Kind etwas “schon immer”, dabei verrät der Blick in dein Babytagebuch dir, dass es erst vier Wochen her ist …

Was hast du durch dein Kind gelernt?

Mit Kindern entdeckt man neue Perspektiven. Im sinnbildlichen wie im wortwörtlichen Sinne. Erzähle deinem Kind davon, wie du mit seiner Hilfe die Welt neu entdeckst.

  • Hast du dir angewöhnt, öfter nach oben zu gucken, weil dein Kind die Lichter an der Decke und die Baumkronen bestaunt?
  • Sorgt die Müllabfuhr über so eine Hochstimmung bei deinen Kindern, dass du dich nicht mehr ärgerst, wenn du hinter ihr warten musst?
  • Beißt dein Kind auch zuerst in den Stil des Pilzes, den du, wenn überhaupt, als letztes ist?
  • Liebt dein Kind es Treppen zu steigen, weil es darin eine neue Herausforderung entdeckt hat?
  • Legt dein Kind sich zum Autospielen auf den Boden, um selbst die Perspektive zu wechseln? Wir sollten das viel häufiger tun! Also nicht uns auf den Boden legen, aber das mit dem Perspektivwechsel ;)
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Dokumentiere die Sprachentwicklung

Die sprachliche Entwicklung eines Menschen ist derart komplex, das es sich lohnt, sehr unterschiedlichen Aspekten Beachtung zu schenken.

  • Verschwinden die Babylaute allmählich zugunsten von Wörtern?
  • Erfindet dein Kind schon Fantasiewörter?
  • Antwortet es bereits in der 1. Person, wenn du es in Du-Form ansprichst?

Halte Sorgen fest

Schreib nicht nur Sonnenseiten auf. Für dein Kind wird es später auch interessant sein zu lesen, was für Gedanken du dir gemacht hast, vor allem aber wird es sich für dich selbst gut anfühlen, denn Schreiben hat eine therapeutische Wirkung. Der Vorteil eines digitalen Babyalbums ist, das du erstmal drauflos schreiben und später filtern kannst, was du an dein Kind weitergeben möchtest. Wir von Ich will ein Pony haben dafür die „Secret post“-Funktion eingebaut, die du für den Fotobuchdruck rausfiltern kannst. Hier ein paar Anregungen für deine Gedanken:

  • Wie sind eure Nächte?
  • Wie fühlst du dich als Mama oder Papa? Was hilft dir nach einer unerholsamen Nacht, was oder wer fängt dich auf??
  • Was beschäftigt dich an der Entwicklung deiner kleinen Maus besonders?
  • Was wünscht du dir für dein Kind?
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