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7 Ideen für eine erfüllte Elternzeit

Die Elternzeit ist eine einmalige Zeit im Leben. Du erlebst mit, wie ein kleiner Mensch mit dir aufwächst und sich mit jedem Entwicklungsschritt weiter entfaltet. Es ist eine Zeit ohne Arbeit und hoffentlich mit viel „Babymoon“.

Wäre es da nicht schön etwas zu schaffen, womit du dich immer an diese Zeit zurückerinnerst?
Etwas, wovon du über die Elternzeit hinaus profitierst?

Ich habe eine Bucket-List mit 7 Punkten zusammengestellt, die dir eine erfüllte Elternzeit bringen könenn. Achtung, es sind eher mittelgroße Projekte! Wenn du ein oder zwei herauspickst, sollte es schon genug sein, damit du deinen besonderen Lebensabschnitt nicht nur genießt, sondern glückerfüllt darauf zurückblickst.

1. Trau dich an ein kreatives Projekt

Für Kreativität bleibt so wenig Zeit im Alltag, sofern man nicht beruflich damit zu tun hat. Wie wäre es, wenn du mal wieder etwas Kreatives angehst und das mit einem bleibenden Andenken für dein Kind verbindest? Mit einem selbst gestalteten Babyalbum schenkst du deinem Kind deine Erinnerungen an eurer erstes gemeinsames Jahr. Alles, was du dazu brauchst, sind bunte Stifte, Fotoabzüge und ein paar schöne Stoffe und Papiersorten, mit denen du dein Scrapbook bekleben kannst. Wenn du nicht gerne bastelst, kannst du dein Erinnerungsalbum inzwischen auch digital gestalten. (Um herauszufinden, welche Variante zu dir passt, habe ich hier die jeweiligen Vorteilte beleuchtet).

Scrapbooking ist aufwendig, in jeder Variante, aber wenn es das eine Projekt ist, dass du dir für dieses Jahr vornimmst, hast du auch etwas Großartiges geschafft! (Hier liest du, welche schönen Erfahrungen Scrapbookerin Elisabeth dabei gemacht hat). Was sie schreibt, steht in direktem Zusammenhang mit dem Thema Achtsamkeit („7. Sei dir wichtig“), um das es im letzten Abschnitt dieses Artikels geht.

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Mit einem Scrapbook schenkst du deinem Kind das Wertvollste, was es gibt: Deine Erinnerungen an eure magische erste Zeit.

2. Halte deine Erinnerungen fest

Heutzutage gibt es kaum jemanden, der nicht gerne fotografiert. Eltern zählen zu den begeisterten (Smartphone-)Fotografen, denn sie haben das wunderbarste Motiv, das es gibt: ihr Kind. Kaum etwas ist so faszinierend zu beobachten, wie ein verknautschtes, frisch geborenes Baby, das sich über die Monate aufsetzt, lacht und loskrabbelt, das kichert, gluckst und sich an einen kuschelt. Mit diesen eingefangenen Momenten wird jedes Fotoalbum ein großartiges Andenken für dich und dein Kind.

Für mich sind Bilder ohne Notizen und Storys allerdings nur die Hälfte wert. Einzelne herausragende Bilder mögen für sich stehen, doch die vielen fotografierten Alltagssituationen erhalten ihren Erinnerungswert erst durch die Anekdoten und Gedanken, die ich dazu aufschreibe.

Als Mit-Gründerin eines Online-Babytagebuchs, aus dem man ein Fotobuch mit professionell gesetzten Texten drucken kann, nutze ich natürlich mein eigenes Produkt, schließlich war es ursprünglich für unsere eigenen Kinder gedacht :-) (alles zu unserer Gründerstory erfährst du hier). Wenn du eine klassische Fotobuchsoftware nutzen möchtest, findest du auch dort fast immer die Möglichkeit, Textfelder einzufügen. Du musst dich nur im Nachhinein erstmal wieder an alles erinnern, was du mit dem Online-Tagebuch schon vorher festgehalten hast ;)

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Aus deinen wunderbaren Fotos und Texten erzeugst du bei Ich will ein Pony mit wenigen Klicks dein persönliches Erinnerungsalbum, hochwertig im Druck und professionell gesetzt.

3. Geborgenheit zu dritt

Es ist großartig, dass alle dein Neugeborenes bewundern wollen. Aber dafür wird noch immer Zeit sein. Mach dich auf und organisiere eine Zeit nur für euch drei (oder euch zwei).

Die erste Reise mit Baby ist etwas ganz Besonderes. Du schaffst dir damit Erinnerungen an eine magische Zeit, von der du noch lange zehren wirst. Vielleicht kannst du dir den Traum von einer Fernreise erfüllen. Genauso schön lässt sich die Familienzeit aber in den bayrischen Bergen genießen, die im Frühling von Blumen übersät sind, oder in einem kuscheligen Ferienhäuschen an der Ostsee oder auf einer traumhaften Insel wie Korsika. Hauptsache, es ist ein Ort, auf den du dich freust und an dem ihr euch wohlfühlt.

Zeitlich wirst du bei deiner Planung nie wieder so flexibel sein wie jetzt. Außerdem fühlt sich ein Urlaub, nach dem man nicht direkt wieder zur Arbeit muss, umso entspannter an. Das wirklich Besondere aber ist die intensive Zeit voller Geborgenheit mit deinem Kind. Zeit für euch als Familie. Eure Erinnerungen daran kannst du in einem Scrapbook, Fotoalbum oder einfach in einem Online-Tagebuch dokumentieren (Wenn du erfahren willst, ob das Online-Babytagebuch von Ich will ein Pony etwas für dich ist, schau dir an, was es dir alles bietet).

4. Mehr Zeit im Alltag

Sobald du wieder arbeitest, wirst du feststellen, dass alles wie vor der Elternzeit ist, nur, dass zusätzlich ein Kind im Gepäck ist. Die Arbeit ist nicht weniger geworden und das Gefühl, keine Zeit zu haben, ist wieder voll da - oder sogar schlimmer als vorher, weil du dich zwischen Familie und Arbeit zerrissen fühlst. Wäre es nicht schön, wenn du langfristig ein höheres Maß an Zufriedenheit für einen Alltag gewinnen könntest? In meinem Artikel über die etwas anderen Mom Hacks habe ich Apps zusammen gestellt, die dir helfen Zeit für die Dinge zu finden, die dir wichtig sind. Es ist eine Liste kleiner Helfer, die dein Leben ein bisschen besser machen können.

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Entdecke die Zeitfresser in deinem Alltag und streiche sie aus deinem Leben.

5. Neues Glück zuhause

Reisepläne hin oder her, in der Elternzeit wirst du viel Zeit zuhause verbringen. Damit ist es die ideale Phase, um Ordnung in dein Leben zu bringen. Bedanke dich bei den Dingen, die dir gute Dienste geleistet haben, aber nicht mehr brauchst, und sortiere sie aus. Befreie dich von allem, was dich schon immer genervt hat. Der ungeordnete Dokumentenordner gehört sicher dazu. Überlege dir Ordnungs-Konzepte für jedes Zimmer und auch für die Spielzeuge, die sehr bald schon über all verteilt liegen werden.

Wie damit anfangen? Mir hat dabei die KonMari-Methode geholfen, die durch die Fernsehbekanntheit der japanischen Ordnungsexpertin Marie Kondo derzeit in aller Mund ist. Die Methode zielt darauf ab, für sich ein Ordnungsmodell zu finden, durch das jedes Objekt im Haushalt Freude versprüht. Auch vor dem Aufräumen deines Computers und dem digitalen Fotochaos auf den verschiedenen Geräten solltest du nicht Halt machen, um dich langfristig leichter zu fühlen - vor allem, da mit Baby die Anzahl an Fotos sprunghaft ansteigen wird, das verspreche ich dir ;)

Wie die Methode funktioniert und wie du deine digitalen Fotos nach KonMari sortierst, erfährst du hier. (Bei den vielen Fotos, die du wahrscheinlich im ersten Jahr von deinem kleinen Schatz machen wirst, ist der Artikel für dich bestimmt interessant). Die Neuordnung wird viele Tage in Anspruch nehmen, aber sie lohnt sich, denn du schaffst dir auf diese Weise langfristig mehr Überblick, dadurch mehr Zeit und mehr Freude im Alltag.

6. Wage etwas Neues

Für viele wird die Elternzeit zu einer größeren Zäsur, als sie sich jemals vorstellen konnten. Vielleicht geht es dir auch so: Durch den Abstand zur Arbeit und vor allem durch die Geburt deines kleinen Schatzes beginnst du dich zu fragen, was dich wirklich erfüllt. Welches Familienleben möchtest du deinem Kind bieten? Welche (Arbeits)leben passt zu euch? Wenn du dich beruflich ganz neu aufstellen willst, ist ein Coaching zur Persönlichkeitsentwicklung genau das richtige für dich. So findest du heraus, welche Rahmenbedingungen dir wichtig sind und ob du zum Beispiel angestellt oder selbstständig arbeiten willst.

Aber so groß muss der Sprung gar nicht sein. Du kannst die Elternzeit auch dazu nutzen, etwas auszuprobieren, was du schon lange machen wolltest: Möchtest du Japanisch lernen, mit Photoshop arbeiten, Grundkenntnisse im Programmieren erlangen oder besser filmen und fotografieren können? Für Video- und Fotokurse hast du mit deiner eigenen Familie gleich schöne Motive ;) Wenn das Thema Achtsamkeit dich umtreibt, kann ich dir ans Herz legen, einmal die japanische Kampfkunstform Aikido auszuprobieren. Was auch immer du machst, Ziel sollte es nicht sein, sofort den neuen Traumjob zu entdecken, sondern dein besonderes Jahr (oder diese besonderen Monate) mit einer neuen Erfahrung zu verbinden. Das allein schon wird dich weiterbringen und dich erfüllt auf diese Zeit zurückblicken lassen.

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Zwei kleine Füße laufen fortan mit auf Schritt und Tritt und genau das macht den erste Urlaub zu etwas ganz Besonderem

Das ist alles ganz schön viel? Zum Abschluss kommt nur noch etwas ganz Kleines, das gleichzeitig das größte Projekt ist: 

7. Sei dir wichtig!

Baby-Besuch, wieder fit werden, Wiedereinstieg in die Arbeit … Wie finden deine Bedürfnisse Platz im neuen Familienalltag?

Nimm dir während der Elternzeit bewusst Zeit für kleine Dinge, die dir zuvor im Arbeitsalltag gefehlt haben: Am Abend warst du immer zu müde zum Yoga? Jetzt hast du Zeit für einen Yogagruß am Morgen. Hast du nachmittags im Büro sehnsüchtig an einen sonnigen Nachmittag am Main, an der Elbe oder der Spree gedacht? Nutze die Nachmittagssonne jetzt! Setz dich mit deinem Baby in die Sonne und genieße diese besondere Zeit.

In unserer Leistungsgesellschaft wird uns immerzu suggeriert, dass nächst höhere Level erreichen zu müssen. Erst mit der Karriere, dann mit unseren Kindern. Aber du bist so gut, wie du jetzt bist. Unsere Kinder sind so gut, wie sie jetzt sind. Betrachte das kleine Glück in deinen Armen und versuche, die Gegenwart zu genießen. Atme mehrmals am Tag zehn Mal tief durch und konzentriere dich auf das Gefühl, angekommen zu sein. Im Hier und Jetzt, im Leben mit deinem kleinen Wunder.

Statt dir Ziele zu setzen und deine Wochen mit Babykursen zu verplanen, gestalte euren Tag um eure Bedürfnisse herum. Mit etwas Achtsamkeit lassen sich neben den Bedürfnissen deines Kindes auch deine eigenen ganz sicher in euren Tag integrieren.


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